Jaksi Jomok – neu – Dominic vom-Residenz-Garten 3.0

Jaksi Jomok – neu – Dominic vom-Residenz-Garten 3.0

Residenzgarten Jaksi Jomok Dominic vom-Residenz-Garten erzählt von dem Leid, welches Cybermobbing verursacht. Weibliche Hater überbieten sich in Hatespeech Attacken

Residenzgarten – Jaksi Jomok Roman by Dominic vom-Residenz-Garten erzählt von dem Leid, welches Cybermobbing verursacht. Verbitterte weibliche Hater überbieten sich in Hatespeech Attacken … Kurzgeschichte. Residenzgarten ® und Dominic vom-Residenz-Garten ® sind eingetragene Marken von Schanné Schwandorf

Jaksi Jomok

Kurzgeschichte, alle Rechte by Residenzgarten ® und Dominic vom-Residenz-Garten ®

[Rooster-Village, Residenzgarten ® im Mai 2055]  Jaksi Jomok liegt im Sterben

Vor vielen Jahren kam Jaksi Jomok frisch geschieden und voller Lebensfreude nach Jaman im Landkreis Djabal. Ihr neues Glück währte jedoch nur kurze Zeit, denn ein großer, grausamer Krieg vernichtete all´ ihre Träume.

Irgendwann wurden Friedensverträge geschlossen und aus Djabal wurde Rooster Village.

Außer dem Namen der Stadt, in der sie lebte, änderte sich damals nichts. Offiziell war Frieden eingekehrt; allerdings nur auf dem Papier. Diese idyllische Fassade war nur für die Statistiken der Juristen und Schreiber der Geschichtsbücher konstruiert worden. Schließlich wollten die stadtobersten wieder Touristen in die Stadt locken, um den Staatssäckel neu zu füllen.

Jaksi Jomok überlebte sämtliche Schlachten. Leider nicht schadlos, ganz im Gegenteil. Zwischen Kriegswirren der Jahre 2016 bis 2021 ging es Jaksi so elend, dass sie meistens schon beim Wachwerden fragte: Lieber Gott, wann darf ich denn endlich sterben?

Im Winter 2017 kollabierte zuerst ihre gepeinigte Seele und dann erschlaffte ihr gutes Herz. Ein sehr erfahrener Kardiologe schaffte es, Jaksi´s körperlichen Rhythmus zu korrigieren und sie behutsam ins Leben zurück zu führen.

Derweil hielten Jaksi´s Haterinnen sich für besonders stark und spotteten in den sozialen Medien wie stupide Gossenmägde über ihr Opfer.

Eine besonders boshafte Haterin verglich Jaksi mit „Einer flog über´s Kuckucksnest“ und eine andere verhöhnte sie mit „Das Schweigen der Lämmer“.

Diffamierungen wie: „Eliminiere Dich“, und „die hat ihre Zunge verschluckt“ wurden getoppt von Hatespeech wie: „Die hatte Butter auf dem Brot; damit hat sie das Recht auf Leben verwirkt!“ Und „Mein Hund ist tot und diese Schmeißfliege lebt!“

Jaski überstand sämtlichen Psychoterror dank der Hilfe zuverlässiger Freunde, einem Spitzenanwalt und einem Netzwerk gewiefter Privatdetektive. In Rooster Village wußten nur wenige Menschen über  die tatsächliche Vergangenheit von Jaksi Jomok Bescheid.

„Zum Glück sah mich keiner meiner ehemaligen Freunde, als ich im Tal der Tränen gefangen war,“ erzählte Jaksi der aufmerksamen Reporterin von den Survived-News.

Die wußte natürlich, daß Jacksi Jomok in erster Ehe mit einem Industriellen verheiratet war. In diesen Kreisen durfte man eher sterben, als eine Schwäche zeigen.

„Jaksi Jomok, willst Du mir erzählen was der Auslöser für Deinen gewaltigen Kummer war?“ Madeleine M. Pathic, die Jaksi Jomok´s Geschichte niederschrieb, ist eine studierte Journalistin und eine empathische, liebenswerte Frau.

„Gerne Madeleine. Ich will Dir alles erzählen.  Diese Frau, die den Krieg angezettelt hat, wurde selbst das erste Todesopfer.“ Jaksi holte tief Luft und begann zu berichten, was sich damals zugetragen hat.

Todesopfer? Madeleine biß sich auf die Unterlippe, damit sie Jaksi nicht unterbrach.

„Diese Frau war klein, ihre Figur war schon nicht mehr schlank zu nennen, sondern dürr, ihre  unecht wirkenden blonden Haare band sie zum Pferdeschwanz und ihr Lachen klang so was von falsch; wirklich schrecklich. Ihr Mann war ein netter Kerl. Jeder mochte ihn und keiner konnte verstehen, warum er sich nicht von dieser impertinenten Person trennte. Madeleine, stell´ Dir vor, diese mikrige Frau war eifersüchtig, dass Baytar Mehriban und ich damals geheiratet haben!“

„Ohje! Du arme! Baytar und Du, ihr wart so ein schönes Paar und ihr habt euch ja auch beruflich hervorragend ergänzt.“ Madeleine erinnerte sich noch sehr gut an Baytar´s und Jaksi´s großen Tag. Sie durfte damals über die Traumhochzeit in den Honeymoon-News berichten.

„Stimmt Madeleine, Baytar hat mich stets auf Händen getragen.“ Jaksi lächelte verträumt. Madeleine konnte bei diesem Anblick nicht glauben, dass sie wirklich im Hospiz an Jaksi Jomok´s Sterbebett saß.

„Nun bin ich schon 94 Jahre alt und diese blonde Vogelscheuche steht seit Jahrzehnten in einer anonymen Urne auf dem Münchner Hauptfriedhof. Warum kann ich sie nie wirklich vergessen?“

Hasst du sie sehr?“

„Hassen? Aber nein Madeleine, wo denkst du hin? Dieses Miststück hat mir einen Teil meiner Gesundheit und meine Seelenruhe genommen; darunter leide ich seit rund 40 Jahren. Ich will und kann nicht auch noch Kraft darauf verschwenden, Unrat zu hassen. Ich glaube an das Karma.“

„Wie kam sie zu Tode? Hat sie sich umgebracht?“ Wollte Madeleine wissen.

„Dazu war sie zu feige. Sie hatte Krebs. Erst mußte ihr eine künstliche  Blase implantiert werden und als die Inkontinenz unter Kontrolle war, begann der Krebs sie bei lebendigem Leib zu zerfressen! Schrecklich war das Madeleine, ganz, ganz schrecklich!“

„Möchtest Du Pause machen?“ Madeleine hielt Jaksi ein Glas Wasser hin.

Dankbar nahm Jaksi einen Schluck und schüttelte entschieden den Kopf.

„Du bist noch immer eine schöne Frau,“ sagte Madeleine, als sie sanft  über Jaksi´s volles, weißes Haar strich.

„Danke, Du Schmeichlerin.“ Jaksi lachte leise auf. „Laß´ uns zum Ende kommen. Mit der künstlichen Blase war sie wieder mobil und hetzte in Rooster-Village was das Zeug hielt. Wahrscheinlich hatte der Blutkrebs damals schon ihre Nieren geschädigt. Die Frau war dermaßen giftig, dass kein Mensch sie mehr leiden mochte. Sogar ihre Trolle wandten sich von ihr ab. Dem Krebs war es nicht genug, ihr Blut zu zerstören, er fraß an ihren Knochen und binnen eines 3/4 Jahres starb sie. An Weihnachten. Qualvoll und ganz alleine.“

„Halleluja!“ Rief Madeleine ergriffen. „Welch´ schreckliches Siechtum!“

„Und so jung, Madeleine, so jung! Sie war ja nicht nur die perfide Mobberin, sie war auch Ehefrau, Oma zweier Enkelkinder, Mutter, Schwester, Tante… Aber sie hatte alle Menschen, auch ihre eigene Familie, vergrault. Kein Mensch besuchte sie in der Onkologie und gestorben ist sie, als sie ein letztes Mal nach Hause in ihre leere kleine Wohnung durfte.“

Jaksi schwieg und eine angenehme Pause entstand. Langsam klangen die Wellen der Emotionen ab und die beiden Frauen kamen zurück in die Gegenwart.

„Jaksi, vielen lieben Dank für deine heutige Erzählung. Deine Biographie ist beeindruckend! Du bist beeindruckend! In ein paar Tagen werde ich dir das Manuskript bringen. Möchtest Du es als Print oder lieber als pdf?“

Jaksi lächelt Madeleine geradezu zärtlich an. Ihre Augen blinzeln nicht mehr. Jaksi´s Lippen sind leicht geöffnet und Jaksi Jomok atmet das  letzte Mal aus…

Ende

Kurzgeschichte, alle Rechte by Residenzgarten ® und Dominic vom-Residenz-Garten ®

Weitere Kapitel vom langen Leben der starken  Jaksi Jomok liegen schon auf der Autoren-Festplatte…

Keywords: Jaksi Jomok | Rooster Village | Cybermobbing | Kurzgeschichte | Marion Schanne

Hinweis:
Die Personen und die Handlung dieser  Kurzgeschichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

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